Mit „Forschung, die Schule macht“ betitelte Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur“ eine Projekt-Ankündigung. „Niedersachsen fördert neues Zentrum für empirische Forschung mit 5,8 Millionen Euro“ und will dafür die Frage nach der Lernfähigkeit seines Bildungssystems beleuchtet wissen. In einem Land, dessen Bildungsvergleichsergebnisse nur eine Richtung zu kennen scheinen und dessen hauptsächliche Ressource die Qualifikation seiner Bewohner ist, präsentiert sich diese Frage vital. Die Aufgabenstellung geht von einer bestimmten Sehweise und Wertung aus, stellt Kompetenz von übergeordnet Handelnden und hinterfragt nicht ihre Vorgaben. Geschlechterproportz der Lehrkräfte, MINT-Orientierung und -Kompetenzen …. Forschung ihre Berechtigung haben. Die im System befindlichen Lernenden sollten möglichst schon heute von Ergebnissen profitieren und in einer Doppelstrategie – wo immer sinnvoll und möglich – eigene Kompetenzen entwickeln, stärken und Motivation in Ergebnisse umsetzen. Als ein wirkmächtiger Katalysator im Sinn von Individuum, Schule und Gesellschaft könnte die Forschung & Entwicklung im MINT-Bereich an Schulen selbst entwickelt werden.
Trixie und Raspi 3, ein wunderbares Paar!
Seit August 2025 ist die Debian-Linux-Distribution „Trixie“ als aktuelles Raspian OS für den Raspberry Pi verfügbar. „Trixie“ läuft in einer 64Bit-Version auch auf RaspberryPi 3B. Im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft der Technik-Garage wurde Atomspektrometer aus Klemmbausteinen der Imlau Research Group der Uni Osnabrück nachgebaut, um Lichtquellen für ihren Einsatz in der Pflanzenzellkultur qualifizieren zu können. Wesentliches Bauteil ist dabei eine Zeilenkamera / Scannerzeile von Eureca.
„Richtig“ ist manchmal unmöglich
Kolbenhubpipetten mit Luftpolster sind laut Prüfanweisung für einen senkrechten Gebrauch vorgesehen. Sie arbeiten im Inneren mit einem Luftpolster dessen Volumen durch die Betätigung eines Kolbens (im Bild mit gelbem bzw. blauen Knopf) verändert werden kann. Dabei benötugt diese Art von Pipetten Pipettenspitzen für den einmaligen Gebrauch. Die Prüfanweisung des Herstellers sieht nicht nur eine Verwendung in senkrechter Gebrauchslage vor, sie gibt für die Überprüfung zudem demineralisiertes Wasser als Medium vor.
Für ein Labor sind das Ausnahmebedingungen, darum sind die Auswirkungen von Abweichungen von diesen Vorgaben zu prüfen, damit Ergebnisaussagen entweder mit einem entsprechenden Sicherheitsaufschlag in Bezug auf die Unpräzision zu versehen oder die Handhabungsvorgaben und Prüf-/Fertigungsverfahren angemessen anzupassen sind.
Hierzu einige Überlegungen und später auch Ergebnisse.
Wer hält sich praktisch an die für den jeweiligen Pipettentyp vorgesehene Wartezeit (auch Nachlaufzeit genannt) von Pipetten oder achtet auf die „richtige“ Pipette mit einer passenden Wartezeit? Bei einer Wartezeit von 3 bis 5 Sekunden addieren sich diese für eine Pipettierung einer Standardmikrotiterplatte mit 96 Vertiefungen auf 3 x 96 = 288 Sekunden! Bei der vorgesehenen Anzahl von Pipettierungen zur Vorbefeuchtung …. nicht praktikabel.
ABA bitte mal schnell die Spaltöffnungen schließen
Abscisinsäure ist ein natürliches Pflanzenhormon. Es fördert nicht nur die Pflanzenruhe, es spielt auch eine Rolle bei der Reaktion auf Stressfaktoren wie Trockenheit, Hitze oder Salz bei Pflanzen. In ihrer Veröffentlichung in Plant Cell Reports vom Juni 2025 „Myosin XI coordinates ABA-induced stomatal closure via microtubule stability and ROS synthesis in drought-stressed Arabidopsis“ setzen Haiyang Liu und Motoki Tominaga (https://doi.org/10.1007/s00299-025-03538-2) unterschiedliche ABA Konzentrationen und führen biologische Empfindlichkeitstests durch. Einen Eindruck der Reaktionsgeschwindigkeit von Spaltöffnung auf die Gabe von ABA vermittelt das folgende auf Youtube veröffentlichts Video, das allerdings aus einem anderen Kontext stammt.
Sonne & Wind trocknen Pflanzen geschwind
Das DIY-Potometer hilft den Trocknungsstress von Pflanzen abzuschätzen. Natürlich geht das auch technisch aufwändiger, aber besser werden die Daten dadurch auch nicht. Ein Potometer ist geeignet den Wasserverbrauch von Pflanzenteilen zu ermitteln. Im gezeigten Beispiel wurde ein frisch unter Wasser angeschnittener Zweigabschnitt auf der einen Seite luftblasenfrei mit einem Gummischlauch (durchsichtiges Silikon wäre besser gewesen) verbunden. Die Dichtigkeit der Verbindungsstelle zwischen Schlauch und Zeigstück sicherte ein Streifen dehnbare Verschlussfolie. Auf der anderen Seite wurde anschließend eine Pipette (Nennvolumen 2 ml) ebenso luftblasenfrei montiert. In diesem Fall war der Schlauchinnendurchmesser so weit, dass die trockene Pipette zunächst eine Wickel aus Verschlussfolie erhielt, um den Schlauch dicht füllen zu können. Die Dichtigkeit des Aufbaus entscheidet über die Qualität der gelieferten Daten. Zudem würde der Einschluss von Luftblässchen zu einer Embolie im Zweigelement führen und damit den Flüssigkeitsstrom unterbrechen.


