LoRa- und ESP32-Workshop bei Arduino-Hannover

Arduino-Hannover schaut schon länger über den Tellerrand. Von den Lötworkshops auf den letzten Maker Faire in Hannover kennt man man den LED-Chaser, dessen Herz ein Arduino-Nano bildet. Viele (die meisten?) 3D-Drucker auch bei den Arduino-Hannover basieren auf dem Arduino-Design. Nach dem ESP8266 hat Espressif nun mit dem ESP32 eine Platine mit Peripherie entwickelt, deren nackte Leistungsdaten sich als logische, explosive Weiterentwicklung des Arduino Uno vorstellen. Charmant für Entwickler und werdende Entwickler – man hat die Neuentwicklung in die Arduino-Entwicklungsumgebung gewoben. „Ganz einfach“ sollte man denken, aber insbesondere Neulingen können trotzdem immer wieder Fußangeln begegnen.

Der am 27. Juni von Helmut Tschemernjak in der Glocksee Hannover angebotene Vortrag mit anschließendem „Hands on“ sollte den Einstieg in diese neue Plattform auch für Novicen erleichtern. Gegenstand der Übungen bildete neben dem DevKit des ESP32 das von Radio Shuttle angebotene LoRa-Board. Der Vortrag ist am Ende dieses Beitrags eingebunden.

Die mit dem LoRa-Board erzielbaren Eigenschaften lesen sich wie ein Märchen. Mit einer Batterie-Ladung 5 Jahre arbeiten? Eine Funkreichweite von bis zu 4 km? Wer Felder und Gewächshäuser zu überwachen hat, wer ungerne den Weg in den begehbaren Kühlraum unnötig zurücklegt, wird mögliche Eigenschaften LoRa-Board-basierter Entwicklungen zu schätzen lernen.

Am Mittwoch ging es allgemein um den ESP32. Die Installation der Softwareumgebung unter Nutzung der Arduino-IDE sollte gemäß der auf GiHub hinterlegten Anweisungen und Dateien vor Beginn des Workshops erledigt sein. Wo das nicht geklappt hatte, wurde dies vor Beginn des Workshops schnell nachgeholt.

Die Hardware von Dev-Kits unterschiedlicher Anbieter stellen beim Umgang mit dem ESP32 zum Teil ordentliche Ansprüche.

Die beiden oben dargestellten DevKits des ESP32 lassen auf einfachen Steckbrettern nur eine Reihe Platz für Zugänge zu den Pins. Das unten abgebildete Dev Kit des ESP8266 ist diesbezüglich noch gieriger. Damit stößt die übende Entwicklung auf einfachen Steckbretter zu schnell an ihre Grenzen.

Von links nach rechts: ESP32, ESP8266 und Arduino-Nano

Im Gegensatz zum ESP8266 lässt das ESP32-DevKit lässt wenigsten noch eine Buchsenreihe auf den Mini-Steckbrettern frei. Mit dem Arduino-Nano war der Platz für den Zugang mittels Steckbrücken kein Problem. Die Aneinanderreihbarkeit von Mini-Steckbretter mildert das Problem auch für die ESP-Boards etwas. Benötigt der Arduino-Nano meist noch etwas Peripherie über die eingebaute LED hinaus, um Beginnenden das „Hallo Welt“ der Mikrocontroller mittels blinkender LED entgegen zu leuchten, so verfügt der ESP32 darüber hinaus über Touch-Sensoren, Temperatursensor …. Eine ganz andere Leistungsklasse bezüglich Speicher und immerhin 2 Kerne, 64-bittigen Timern, die also erst nach etwa 500 Jahren „überlaufen“.

Dieses und noch viel mehr vermittelte Teil 1 des Workshops. Das Interesse war groß und nicht alle Interessierten hatten die Möglichkeit teilzunehmen. Es wird eine Wiederholung des ersten Workshop-Teils geben. Der zweite Workshop befindet sich in Vorbereitung. Netzwerken und MQTT gehören zu den Stärken des ESP32. Die Hoffnung, dass diese Aspekte im Folgeworkshop angemessen Berücksichtigung fängen, wurde zahlreich geäußert.

Der besondere Dank aller Teilnehmer gilt Helmut Tschemernjak, nicht nur für die geduldige und praxisbezogene Einführung, sondern auch für den Appetit, den er uns auf ein „mehr“/“Meer“ an Technik mit dem ESP32 gemacht hat.

Aufzeichnung des Vortrags:

 

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