Ebola ist näher als vermutet

In ihrem Aufsatz „Conserved differences in protein sequence determine the human pathogenicity of Ebolaviruses“ beschreiben Morena Pappalardo et. al. die nahe Verwandschaft des Ebola-Virus‘ zur Ebola-Familie, die zum Beispiel auch das Reston-Virus umfasst, das Hausschweine in Asien befällt und dort gelegentlich auf den Menschen übergeht. Die Zeitschrift „Nature“ veröffentlicht den ganzen Artikel unter:

  • Scientific Reports 6, Article number: 23743 (2016)
  • doi:10.1038/srep23743

zugänglich unter http://www.nature.com/articles/srep23743

Damit ist das Genom des Virus auch dichter und handhabarer als befürchtet. Anfang der 70er gab es den vielbeachten Spielfim: „Andromeda – Tödlicher Staub aus dem All“, der später erneut verfilmt wurde (Im Amerikanischen: „The Andromeda Strain“). Angesichts der aktuellen Lage hat er leider nichts an Aktualität eingebüßt, wenn auch die Vorzeichen etwas andere sein mögen.

Der Trailer zum Film: https://youtu.be/bIxwQNCc09U

Medizin und Biologie sind in diesem Zusammenhang ohne Technik nicht denkbar. Die Begrenzung eines Ausbruchs erfordert Technik und Logistik – und viel Verständnis von den Vorgängen des Lebens und von Infektionswegen. Ein wacher Geist (Edward Jenner) zog seine richtigen Schlüsse aus der Immunität gegen Pocken bei Menschen die zuvor an Kuhpocken erkrankt waren. Wenn Untersuchungen dieser Art zur Entwicklung einer Impfung gegen Ebola nötig werden, so bedarf es großer Umsicht, Verantwortung und einer Menge Technik, damit dies gefahrlos geschehen kann.

In dem oben zitierten Film untersuchen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen die tödliche Krankheit in einem Labor mit mehrfachen Containment, mit mehrfacher, eingebauter Sicherheit. Am Ende bleiben das Risiko „Mensch“ und die Hoffnung „Mensch“.

Sorgen muss man sich wegen des technischen Potenzials und dem damit verbundenen Ausblick, wenn Menschen „Schöpfung“ machen und selbst zugeben müssen, dass sie nicht wissen, was sie da tun.

„Design and synthesis of a minimal bacterial genome“ aus der Arbeitsgruppe um Craig Venter veröffentlicht im Science-Magazin und zitiert im Spiegel.

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