So KEIN Zufall

Es gibt viele Möglichkeiten den Ast abzusägen, auf dem man sich sicher sitzend glaubte. Eine Methode zur Generierung von Zufallszahlen könnte im Auslesen eines freilaufenden Analgogeingangs bestehen. Auch wenn ein analoger Eingang eines Arduino UNO oder Nano nicht mit einem festen Potenzial verbunden ist, bedeutet es nicht, dass dieser Eingang kein Eingangspotenzial oder ein Potenzial von 0V anzeigen würde. Das ist nicht neu. Neu ist auch nicht, dass sich die Höhe des Signals mit der Länge der Antenne oder der Berührung durch den Operator ändert.

Steckbrücke in A0 stecken und das Beispielprogramm AnalogReadSerial angeworfen. Die Messdaten aus dem seriellen Monitor (oder über Coolterm) in eine Tabellenkalkulation übernehmen (im obigen Beispiel 100 Messungen), XY-Diagramm erstellen lassen – und wundern Nr.1. Offensichtlich schwingt das Biest. Schwebungen?

Wundern Nr.2: Lässt man sich die Datenpunkte wie oben anzeigen, ergeben sich 3 wunderschöne sinusförmige Verläufe. Die DNA des Arduino?

Unter Berühren eskaliert die Situation. Minima und Maxima erreichen nun die Extremwerte der 10bit-Wandlung (0 und 1023). Hinzu tritt wiederum ein Muster. Rauschen sieht anders aus. Die Variation des Eingangssignals stellt sich unter den gegebenen Bedingungen als nicht zufällig heraus.

Experimente, wie das gezeigte, sollen im Thema Nebenfachelektrotechnik zunächst für eine Problematik sensibilisieren, der Informatiker, Naturwissenschaftler und Techniker unweigerlich im Umgang mit der Informationstechnik bei Messaufgaben begegnen. Besser diese Begegnung erfolgt geplant und wissentlich als dass die schönen Messdaten für die Rundablage sind. Im weiteren Verlauf entwickeln sich die Lösungsansätze zum Umgang mit Messsystemen oder Mess- und Regelsystemen. In vergangenen Zeiten war immer das Wasser schuld, später in der Zellkultur waren es die Mycoplasmen.

Nebenfachelektrotechnik

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