Laserpinzette und Traktorstrahl

Auf der Suche nach dem, was Biohacking / Biotechnik heute bedeutet, stößt man immer wieder auf den Namen „Rüdiger Trojok“. Zur Zeit ist er in Berlin und hat dort einen Verein gegründet. Den Anspruch, im August 2014 den ersten DIY-Biologieverein in Deutschland gegründet zu haben, mag man nicht unbedingt teilen (die Technik-Garage befasst sich ebenfalls mit diesem Thema und ist schon einige Monate älter), aber sei ’s drum: Der Name „Trojok“ fällt wieder und es ist Zeit, sich den Menschen anzusehen.

Das Video https://www.youtube.com/watch?v=qrfF_FiorGg  seines Vortrages zeigt seine Sicht auf die Biotechnik in 2013 und entstand auf der TEDxRheinMain.

In seinem Vortrag erwähnt er seinen Versuch, eine Laserpinzette aus einfachsten Mitteln zu bauen (Laser und Optik aus DVD-Laufwerk …). Laserpinzette? Zug- und Traktorstrahl? Die Technology Review listet einen Artikel aus 2010 zu dem Thema: Laser als Traktor. Im letzten Jahr gab es dazu einige aufsehenerregende Beiträge in der wissenschaftlichen Welt.

Besonders anschaulich, weil schon praktisch eingesetzt, findet sich ein Beitrag zu diesem Thema in einem Lehrvideo des Instituts für den wissenschaftlichen Film.

Laserstrahl und optische Pinzette

Offensichtlich funktioniert das System der Positionierung im IR-Bereich des Lichts so genau, dass auch Zellorganellen und kleinere Elemente innerhalb von Zellen „angefasst“ und manipuliert werden können. In neuerer Zeit hört man sogar von trägerfreien Möglichkeiten, Zug oder Druck auf Teilchen auszuüben. Für die Zellbiologie verspricht die Laserpinzette ein Werkzeug zu sein, das sich lohnt, für den DIY-Bereich nachentwickelt zu werden.

Für an Naturwissenschaft und Technik Interessierte, für Macher und Lehrer (sorry, das soll hier nicht als Gegenüberstellung missverstanden werden) gibt es einen neuen Ankerpunkt auf der Suche nach fundiertem, manchmal leider zum Teil etwas betagtem Bildmaterial.

Das AV-Portal der Technischen Informationsbibliothek in Hannover.  Suchen, stöbern, staunen – und kritisch mit dem eigenen, aktuellen Wissen abgleichen. Natürlich pipettiert man heute eine Bakterienlösung nicht mehr mit dem Mund, wie es ein Fachbeitrag zur Isolation von Escherichia Coli aus dem Jahr 1975 zeigt. Wissenschaftliche Beiträge sind vor ihrer Verwendung aber ohnehin immer auch wissend zu lesen und zu interpretieren.

Auf unserer Liste für Entdecker in Natur und Technik steht das genannte Portal jedenfalls für den Jahresbeginn an oberster Stelle – zumal einige weitere Ergänzungen für Mitte des Monats Januar geplant sind, wie informierte Kreise zu berichten wissen. „Thumbs up“ und Danke!

 

 

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